Unsere Projekte im Sozialen Gartenbau.

Start Smart Dordabis, Namibia: Ein Ort, an dem Bildung, gesunde Ernährung, ökologische Vielfalt und Lebensfreude ineinander greifen und neue Perspektiven eröffnet.


Etwa eine Stunde südlich der Hauptstadt Windhoek liegt das Dorf Dordabis – ein Ort voller Sonne, Gemeinschaft und junger Menschen mit großen Träumen.

Hier befindet sich die Schule mit Internat „Start Smart Dordabis“, in der rund 100 Kinder im Alter von 4 bis 14 Jahren lernen, spielen und aufwachsen.

Viele Kinder des Internats wachsen unter schwierigen Bedingungen auf. Umso wichtiger sind Orte, die Sicherheit bieten, Neugier fördern und praktische Fähigkeiten vermitteln. Gemeinsam mit unserem Projektpartner Start Smart entstand die Idee, das Gelände des Internats zu einem Lern- und Entwicklungsort weiterzuentwickeln.




Start Smart Dordabis, Namibia, 2026

🌱 Pflanz mit uns Hoffnung – Lernort für 100 Kinder in Namibia


Fakten zum Projekt

📍 Ort: Start Smart Dordabis, Namibia
📅 Zeitraum: 03. – 25. Januar 2026
🤝 Partner: Start Smart Dordabis, Social Landscaping e.V.
👥 Direkte Zielgruppe: ca. 100 Kinder (4–14 Jahre)
🌍 Indirekte Zielgruppe: Lehrkräfte, Farmgemeinschaft, lokale Gemeinde, Umwelt

👥 Team: 9 Freiwillige von Social Landscaping e.V.


Von der Idee zur Umsetzung


Bereits Monate vor der Reise begann die Planung. Gemeinsam wurden Pflanzkonzepte entwickelt, ein Food Forest entworfen, Ideen für einen Spielturm gesammelt und ein Outdoor-Klassenzimmer geplant. Gleichzeitig war allen Beteiligten bewusst, dass viele Entscheidungen erst vor Ort getroffen werden konnten. Klima, Bodenverhältnisse und die Bedürfnisse der Kinder verlangten Flexibilität und kreative Lösungen.


Als das Team Anfang Januar 2026 in Namibia ankam, wurde schnell deutlich, welche Herausforderungen auf alle warteten. Temperaturen von deutlich über 35 Grad, intensive Sonneneinstrahlung und körperlich anspruchsvolle Arbeiten bestimmten den Alltag. Gleichzeitig entstand durch die gemeinsame Arbeit eine besondere Dynamik, die das Team durch die gesamte Projektzeit trug.


Ein Food Forest für kommende Generationen


Das Herzstück des Projekts war die Anlage eines sogenannten Food Forest.

Dabei handelt es sich um ein vielfältiges Pflanzsystem aus Bäumen, Sträuchern und Gemüsepflanzen, das langfristig Nahrung, Schatten und ökologische Stabilität schafft. Insgesamt wurden mehr als 100 Bäume gepflanzt, darunter Obst- und Nussbäume sowie heimische Baumarten. Ergänzt wurden diese durch Gemüse- und Strauchkulturen.

Das Ziel war nicht nur die Versorgung des Internats mit gesunden Lebensmitteln. Gleichzeitig entstand ein lebendiger Lernort, an dem Kinder erfahren können, wie Pflanzen wachsen, wie natürliche Kreisläufe funktionieren und wie nachhaltige Landwirtschaft in trockenen Regionen gelingen kann.


Wasser als Schlüssel zum Erfolg


In Namibia ist Wasser die wertvollste Ressource.

Deshalb spielte ein intelligentes Wassermanagement bei der Planung eine zentrale Rolle. Gemeinsam wurde ein Grauwassersystem aufgebaut, das vorhandenes Wasser effizient nutzt und den Pflanzen auch in Trockenzeiten zugutekommt. Über geschwungene Versickerungsgräben wird Wasser gezielt verteilt, gespeichert und langsam an den Boden abgegeben. Gleichzeitig hilft das System dabei, Regenwasser zurückzuhalten, Erosion zu vermeiden und langfristig Grundwasser aufzubauen.

So entstand nicht nur ein Garten, sondern ein System, das dauerhaft funktionieren und wachsen kann.


Raum zum Spielen und Lernen


Neben dem Gartenbau entstanden weitere wichtige Orte für die Kinder.

Ein neuer Spielturm schafft Möglichkeiten für Bewegung, Abenteuer und gemeinsames Spielen. Ergänzt wurde er durch Kletterelemente, die das Team aus Deutschland mitgebracht hatte.

Ebenso entstand ein Outdoor-Klassenzimmer mit Tafel, Sitzmöglichkeiten und einem beschatteten Bereich. Unterricht kann nun auch außerhalb geschlossener Räume stattfinden. Lernen wird dadurch unmittelbarer und stärker mit der Natur verbunden.

Zusätzlich wurden ein WC-Häuschen mit Waschplatz, Wäscheleinen sowie weitere kleinere Infrastrukturmaßnahmen umgesetzt, die den Alltag im Internat erleichtern.


Gemeinsam wachsen


Wie bei allen Social-Landscaping-Projekten stand nicht nur das Bauprojekt im Mittelpunkt.

Während der drei Wochen arbeiteten Freiwillige, Kinder, Mitarbeitende des Internats und Helfer aus der Gemeinde Seite an Seite. Es wurde gemeinsam gepflanzt, gebaut, gelernt und gelacht. Aus einer Gruppe von Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen entstand Schritt für Schritt eine Gemeinschaft.

Besonders wertvoll waren die Begegnungen außerhalb der eigentlichen Arbeit. Gespräche am Abend, gemeinsames Essen und der Austausch über unterschiedliche Lebensrealitäten machten das Projekt zu weit mehr als einem Arbeitseinsatz.

Gleichzeitig ermöglichte der Aufenthalt tiefe Einblicke in die Kultur und Geschichte Namibias und schuf neue Verbindungen, die weit über die Projektwochen hinausreichen.


Die Einweihung


Der bewegendste Moment kam am Ende des Projekts.

Bei der Abschlussfeier sangen die Kinder, tanzten, hielten Reden und zeigten ihre Freude über das, was gemeinsam entstanden war. Die Begeisterung beim Erkunden des Spielturms, das Interesse an den neu gepflanzten Bäumen und die Dankbarkeit der Kinder machten sichtbar, welche Bedeutung das Projekt für sie hat.

In diesen Momenten wurde deutlich, dass hier mehr entstanden war als Gebäude, Wege oder Pflanzungen.

Es entstand ein Ort, der Hoffnung vermittelt.


Was bleibt


Heute wächst der Food Forest weiter. Die Bäume werden größer, die ersten Ernten rücken näher und die Kinder lernen gemeinsam mit den Betreuern, Verantwortung für ihren Garten zu übernehmen. Der Spielturm wird täglich genutzt und das Outdoor-Klassenzimmer eröffnet neue Möglichkeiten für Unterricht und gemeinsames Lernen.

Für Social Landscaping war das Projekt in Namibia ein eindrucksvolles Beispiel dafür, was entstehen kann, wenn Menschen ihre Fähigkeiten für eine gemeinsame Vision einsetzen.

Ein Ort zum Spielen.

Ein Ort zum Lernen.

Ein Ort, an dem Kinder Zukunft gestalten können.

Und ein Projekt, dessen Wirkung weit über die drei Wochen gemeinsamer Arbeit hinausreichen wird.

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